Projekt Kinderhospiz Mogilew/ Belarus

Unser Projekt der Unterstützung eines Kinderhospizes am Kinderheim Mogilew und entsprechender häuslicher Betreuung von Kindern mit begrenzter Lebenserwartung kommt in grossen Schritten voran. Hier arbeiten wir mit dem gleichfalls sehr rührigen Tschernobyl- Verein in Erftstadt bei Köln zusammen.


Ein Workshop im März 2018 vor Ort war hierzu ein weiterer Meilenstein. Hier ein Foto von der Begrüßung des Teams aus Dudenhofen im Kreis der Pflegekräfte des Kinderheims. Ganz rechts Alla Serjoshkina, unsere bewährte und rührige Dolmetscherin, die uns auch unmittelbar den nachfolgenden Bericht schickte:

Qualifikation….. Qualität im Pflegebereich

Bei der Arbeit mit palliativen Kindern sind diese beiden Begriffe aus der Überschrift sehr eng miteinander verbunden. In den Fokus der Arbeit einzubeziehen sind nicht nur betroffene Kinder sondern auch deren Eltern, Geschwister und das gesamte Familienumfeld.

Das ist eine Herausforderung, die nur durch die entsprechende Qualifikation und Qualität gemeistert werden kann.

Durch die gemeinsamen Bemühungen von Vereinen „West-Ost-Gesellschaft in Baden-Württemberg (WOG)“ und „Hilfe für Tschernobyl- geschädigte Kinder“ sowie mit der Unterstützung der Stiftungen ist es möglich geworden, im Rahmen des gemeinsamen Projektes „Hilfe für palliative Kinder“ von Erfahrungen und vom Wissen der deutschen Kollegen im Pflegebereich zu profitieren:

Zwei Krankenschwestern, die im Palliativbereich tätig sind, hatten innerhalb zweier Wochen im Hospiz „Sterntaler“ Dudenhofen praktische Fertigkeiten vor Ort erlangt.

Frau N.Alexandrowitsch -die Koordinatorin des Projektes- und der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes H.Basenko hatten zuvor die Struktur, Organisation und interdisziplinäre Zusammenarbeit im Hospiz „Sterntaler“, die Arbeit des Palliativ-Teams in Düsseldorf und Bonn sowie von einem kleinen Hospiz in Königsdorf kennengelernt.

Vom 11.03. bis 14.03.18 hat im Rahmen der o.a. Projektes in Mogilew ein Workshop zum Thema „Pflege für palliative Kinder“ auf der Basis des Mogiljower Kinderheimes mit der Teilnahme der erfahrenen Fachkräfte aus dem Kinderhospiz „Sterntaler“ Frau Schramm und Frau Tinnefeld-Koch stattgefunden, an dem nicht nur das Personal aus dem Palliativbereich des Kinderheimes teilgenommen hat (Foto: Frau Schramm bei deren Ausführungen):

Ein großes Interesse war auch von der Seite des Personals des Minsker Kinderhospizes festzustellen: eine Ärztin und zwei Krankenschwestern waren auch zum Seminar angereist. Ebenso Interessenten von einer Minsker Organisation, die mit der Caritas eng zusammenarbeitet. Insgesamt waren über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwesend.

Der Workshop mit Schwerpunkt „Erforderliche Qualifikation, Qualität der Arbeit und praktische pflegerische Fertigkeiten“ verlief in der Form eines offenen Dialogs. Die Fragen der Teilnehmer, sowohl im organisatorischen wie auch im praktischen Teil, ermöglichten es den deutschen Kolleginnen relativ schnell, die Problematik zu erkennen und sachgemäß alle Fragen zu beantworten. Der Dialog war sehr offen und lebhaft. Die Teilnehmer waren interessiert und dankbar für informative, aufschlussreiche, praktische Erklärungen, Empfehlungen, Vorführungen:

Die Notwendigkeit und die Nützlichkeit solcher Workshops hat auch „der runde Tisch“ bestätigt. Daran hat unter anderem auch H.Basenko teilgenommen. Er betonte: „Der Erfahrungsaustausch mit den deutschen Kollegen, Ihre praktischen Erfahrungen, besonders in diesem für uns fast neuen Aspekt wie der Pflege für palliative Kinder, Ihre Offenheit und der Wunsch, Ihr Wissen unserem Personal beizubringen, ist für uns von dauerhaft hohem Wert“.

Sehr gerne möchten wir mit der Unterstützung des Vereins „West-Ost-Gesellschaft in Baden-Württemberg (WOG)“unsere angebahnten menschlichen und beruflichen Kontakte mit den deutschen Fachkräften im Palliativbereich fortsetzen und würden der Geschäftsführung vom Hospiz „Sterntaler“ Dudenhofen, dem Verein und den potentiellen Sponsoren für die Unterstützung unserer Ideen und Aktivitäten im Schulungsbereich des Personals dankbar sein.