Projekt Zwangsarbeit „Gedenkstätten“

Millionen von Menschen aus und in der ehemaligen Sowjetunion und in ganz Osteuropa verloren im 2. Weltkrieg ihr Leben. Sie nicht zu vergessen ist eine bleibende Verpflichtung.

Neben unserer aktuellen Arbeit wollen wir daher auch diesem Thema verstärkt unsere Aufmerksamkeit widmen. Ein besonders trauriges  Kapitel ist das Thema „Zwangsarbeit“. 15 Millionen Menschen verloren hierdurch ihr Leben.

Unweit unseres Bürositzes in Kraichtal befinden sich im Ortsteil Neuenbürg diese Gräber ehemaliger Zwangsarbeiter aus der KZ- Außenstelle Vaihingen – Enz.

Hier wollen wir mit einer noch fehlenden Informations- und Gedenktafel ansetzen und auch nach weiteren (verschollenen) Gedenkstätten in unserer Region suchen. Dies gilt beispielsweise auch für den Kraichtaler Stadtteil Gochsheim, wo in zwei Firmen Zwangsarbeiter(innen) eingesetzt waren. Die Gräber der dort verscharrten Opfer sind verschwunden. Auch hier wäre wenigstens eine Gedenktafel angebracht. Wir besuchten jetzt die genannten Orte. Hierzu ein kurzer Bericht von Dr. Helgard Lörcher

Die Gräber sowjetischer Soldaten und Zwangsarbeiter/innen in Neuenbürg/Kraichtal und Gochsheim/Kraichtal

Auf Einladung des Vorsitzenden der WOG, Jörg Tauss, traf sich jetzt eine kleine Gruppe auf den Friedhöfen in Neuenbürg und in Gochsheim, um einen Vortrag von Herrn Banghard-Russel zu hören; außer Jörg Tauss waren noch dabei: Michael Staudte und Barbara Burg vom Heimat- und Museumsverein Kraichtal, die SPD- Stadträtin Ruth Römpert mit ihrem Mann Veit sowie die beiden auswärtigen Gäste, Gisela Wedekind aus Leipzig und Dr. Helgard Lörcher aus Heidelberg, beide Vorstandsmitglieder des BDWO.

Gisela Wedekind ist zudem Mitglied in dem Verein „Denk Mal Fort e. V. – Erinnerungswerkstatt Dresden“, der sich für bedrohte Denkmäler sowjetischer Soldaten und Zwangsarbeiter/innen einsetzt. Frau Wedekind war an der Rettung des Garnisonsfriedhofes in Dresden beteiligt, der heute unter Denkmalschutz steht.

Herr Banghard-Russel, seit vielen Jahren zum Thema recherchiert,  berichtete von der Lage der Zwangsarbeiter/innen, über Krankheit, Not und Tod dieser verschleppten Menschen. Sie wurden gezwungen in landwirtschaftlichen Betrieben, privaten Haushalten und in den ortsansässigen Firmen zu arbeiten. Herr Banghard wies auch darauf hin, dass es bis heute sehr schwierig sei, die Geschichte der Zwangsarbeiter zu dokumentieren. Häufig sei auch unerwünscht, nur eine Gedenktafel aufzustellen. H. Lörcher

Geschichtlich und an diesem Thema Interessierte sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen.

Hier der Link zu sowjetischen Ehrenmalen in Deutschland.