Jahresberichte

Der Übersichtlichkeit halber wurde angeregt, hier in einer eigenen Rubrik künftig die jeweiligen Jahresberichte bzw. Protokolle zu den Mitgliederversammlungen aufzunehmen. Gerne! Die Versammlung 2020 fand  in Ubstadt bei Bruchsal statt

Protokoll zur Mitgliederversammlung der 

„West-Ost-Gesellschaft in Baden-Württemberg e.V.“

am 22.8.2020 im Keglerheim Ubstadt

Zur Mitgliederversammlung wurde fristgerecht und satzungsgemäß postalisch mit Schreiben vom Juli 2020 eingeladen. Der Termin wurde auch frühzeitig auf der Homepage bekanntgegeben. 

Die „West-Ost-Gesellschaft in Baden-Württemberg e. V.“ wird im Folgenden WOG genannt.

Die Versammlung beginnt um 14.00 Uhr

TOP 1 Begrüßung

Der Vorsitzende J. Tauss begrüßt 20 Mitglieder und dankt Günter Oßfeld als Hausherrn, Vorsitzender des Rot-Weiß Ubstadt, für die Überlassung der Räumlichkeit.  

TOP 2 Totenehrung

Die Versammlung gedenkt des erst kürzlich verstorbenen langjährigen Mitglieds Dr. Wilhelm Zerweck, Herrenberg.

TOP 3 Berichte 

TOP 3.1 Aktuelles aus dem Bundesverband BDWO, den lokalen Gruppen und aus den Mitgliedsvereinen

Frau Dr. Helgard Lörcher berichtet von der Vorstandssitzung unseres Bundesverbandes BDWO und weist auf zwei wichtige Termine hin, die trotz der aktuellen Situation nicht nur virtuell stattfinden sollen: vom 27. -29. 11. 20 soll in Potsdam bzw. Berlin die verschobene MIR Friedenskonferenz stattfinden. Am 30. 11. wird sich eine Dtsch.-Russ. Partnerschaftskonferenz in Berlin anschließen. Frau Dr. Lörcher und der Vorsitzende werden an beiden Veranstaltungen nach heutigem Stand teilnehmen. 

Joachim Claus berichtet für die Gruppe Laichingen: 2019 war eine Gruppe von 19 Lehrern und Lehrerinnen 1 Woche in Laichingen zu Gast. Sie besichtigten Gymnasium, Schulen in Laichingen, Walddorf-Schule und Behinderteneinrichtungen. Eine Einladung zum Gegenbesuch wurde ausgesprochen und für April 2020 organisiert, fiel jedoch Corona zum Opfer. Die wesentliche Aktivität war das Verschicken von 24 Kindern mit Betreuern für 3 Wochen zur Erholung nach Nadeshda.

Martin Plankenhorn berichtet aus Sonnenbühl: Es finden mangels Finanzierung und Mitarbeitern keine Aktivitäten analog der bisherigen Kindererholungsmaßnahmen statt. Lediglich Weihnachtspakete wurden und werden verschickt.

Gerhard Laier berichtet für die Deutsch- Russische Gesellschaft Ettlingen, Partnerstadt ist Gatschina bei Petersburg. Ein Projekt „Ökologische Initiativen in Gatschina und Ettlingen“ wurde vom AA bezuschusst. 

Auch die Freundschaftsgesellschaft Karlsruhe- Krasnodar hatte corona- bedingt laut Thomas Köhler zuletzt weniger Aktivitäten, Kontakte werden über Skype gepflegt. Es ist eine Finanzquelle für Kulturaustausch mit Studenten vorhanden. Probleme bereiten, auch ungeachtet der aktuellen Corona -Situation, unverändert Praktika Plätze für Studierende aus Russland. Über die bürokratischen Hürden von deutscher Seite (Bundesagentur, Zoll) wurde schon bei früheren Versammlungen berichtet. 

Frau Dr. Lörcher spricht für den Freundeskreis Heidelberg- Simferopol das Thema Krim an. Auch hier gab es von Heidelberger Seite corona- bedingt keine direkten Kontakte, derzeit sind alle Konferenzen abgesagt. Vielleicht kommt eine internet-Konferenz zustande. Jörg Tauss verweist auf das Flugblatt der WOG gegen den Boykott der russischen Halbinsel. Die Aktion geht weiter. 

TOP 3.2 Vorstand der WOG BW zu unseren Projekten

Der Vorsitzende verteilt Tischvorlagen zur Situation in Russland, in Belarus und zur Krim.

Ein wichtiger Schwerpunkt im Berichtszeitraum war im Juni 2019 die Deutsch- Russische Partnerschaftskonferenz in Düren / NRW. Die WOG BaWü organisierte mit großem Erfolg und auch mit Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit und die Stiftung östliche Partnerschaften in Berlin den Arbeitskreis Gesundheit / Medizin. Aus unseren Partnerkliniken waren die Professorin Kaganowa, Chefärztin Galachowa und stv. Chefärztin Kulikova nebst unserer bewährten Dolmetscherin Nikiforowa vor Ort. Seitens der Stiftung „Russisches Kind“ erhielt die WOG in Düren eine Dankesurkunde. 

Die für März d. J. vorgesehene Städte-Partnerschafts-Konferenz mit Belarus in Brest wurde wegen Corona abgesagt, ebenso leider die Hospitation Schmerztherapie von Ärzten aus Mogilev am Klinikum Karlsruhe. 

Das Cleft-Projekt in Samara an der Seredawin- Klink wurde um weitere 3 Jahre verlängert. Das Projekt Mukoviszidose an der Kinderklinik läuft unverändert planmäßig und gut. Ergänzend konnte wegen des zunehmenden virtuellen Kommunikationsbedarfs vor Ort in weitere Technik investiert werden. 

Der Vorsitzende berichtet über ein breites Interesse an der Zwangs-Arbeiter-Thematik und der Pflege von entsprechenden Gedenkstätten, so auch in der näheren Umgebung Kraichtal -Neuenbürg und Gochsheim. Eine Broschüre zum Thema kann auf Wunsch zur Verfügung gestellt werden. Zwangsarbeit gab es an nahezu allen Orten und sollte regional aufgegriffen werden. Ein exzellenter Kenner des Themas und Verfasser der Broschüre ist Herr Banghard aus Karlsruhe, zu dem gerne der Kontakt vermittelt wird.  

TOP 3.3 Finanzbericht der Schatzmeisterin, Jahresabschluss 2019

Rosl Gebhardt verteilt die (Finanz-)Berichte für 2019 an alle Anwesenden.

Der Kontostand zum 31.12.2019 beträgt etwa 40.000 €. Der Vorsitzende dankt Rosl Gebhardt für deren großes Engagement. 

TOP 3.4 Bericht der Kassenprüfer

Günter Oßfeld berichtet von der Kassenprüfung für 2019, die von ihm und Fritz Bauer vorgenommen worden war. Fritz ist gesundheitsbedingt für die Versammlung entschuldigt.. Die Kassen- und Kontenführung sind einwandfrei, es wird die Entlastung beantragt. Die Schatzmeisterin wird mit 19 ja-Stimmen einstimmig entlastet.

TOP 4 Diskussion der Berichte

Nachfragen zu einzelnen Punkten aus der Mitte der Versammlung zu Aktivitäten und der Kasse werden vom Vorstand beantwortet.

TOP 5 Entlastung des Gesamt-Vorstandes

Nach erfolgter Entlastung der Kassiererin für 2019 wurde auch für den Gesamt-Vorstand die Entlastung für 2019 beantragt. Der Gesamt-Vorstand wurde mit 20 Ja-Stimmen einstimmig entlastet.

TOP 6 Neuwahlen

Die Versammlung stimmt für eine Wahl per Akklamation. Geheime Wahl wird zu keinem Wahlgang beantragt. 

6.1 Wahl des Vorsitzenden

Jörg Tauss stellt sich zur Wahl und wird einstimmig mit 19 ja-Stimmen gewählt, er nimmt die Wahl an.

6.2 Wahl der 3 Stellvertreter

Michael Hoffmann, Martin Plankenhorn und Joachim Claus stellen sich wieder zur Wahl, sie werden einstimmig mit 20 Ja-Stimmen gewählt und nehmen die Wahl an

6.3 Wahl des Schriftführers

Horst Strohschein stellt sich zur Wahl und wird einstimmig mit 19 Ja-Stimmen gewählt und nimmt die Wahl an

6.4 Wahl der Schatzmeisterin

Rosl Gebhardt stellt sich zur Wahl und wird einstimmig mit 19 Ja-Stimmen gewählt und nimmt die Wahl an

6.5 Wahl der Kassenprüfer/innen

Renate Hoffmann, Günter Ossfeld und Ulla Claus (letztere abwesend, Bereitschaft zur Kandidatur liegt schriftlich vor) stellen sich zur Wahl und werden mit 18 Ja-Stimmen gewählt und nehmen die Wahl an.

 

TOP 7 Kurzinfos und Diskussion zu Situation in den Partnerländern

Russland: Herr Gramlich, der zum Thema angefragt wurde, ist nicht anwesend. 

Belarus: Die Lage in Belarus ist weiterhin unsicher und unklar. Die Gewalt von Sicherheitskräften gegen Kritiker des Wahlausgangs ist inakzeptabel. Es gibt dennoch Bedenken bei Veränderungen, insbesondere da keine Nachfolge-Regelung für den Präsidenten in Sicht ist und die Forderungen der gespaltenen Opposition über die Beseitigung des derzeitigen Präsidenten hinaus unklar sind. Vor einer aktiven Einmischung durch EU und NATO wird in der Diskussion nach den katastrophalen Erfahrungen in der Ukraine gewarnt.

Georgien: Klaus Kaufmann berichtet über seine 30-jährige berufliche Tätigkeit und das humanitäre Wirken in Georgien, Derzeit kommen praktisch keine Touristen nach Georgien. Der Tourismus trägt aber zu 20% des Staatseinkommens bei. Viele Georgier sind sind unmittelbar armutsbetroffen. Das Restaurant von Herrn Kaufmann in Tbilisi half mit einer Nothilfe-Versorgung. 50% der Georgier leben von Zuschüssen Verwandter aus dem Ausland. Sog. Coronahilfen kommen jetzt von EU, USA u. A. Das bei der letzten Mitgliederversammlung beschriebene und von uns mit unterstützte Projekt Kinderonkologie findet lt. Uniklinik Freiburg auf „Sparflamme“ offensichtlich weiter statt. 

Virtuelle Zusammenarbeit: Da direkte Kontakte mit Reisen auf absehbare Zeit wohl weiterhin schwierig sind, hat der Vorsitzende ein Projekt virtueller Zusammenarbeit zu unseren Projekten und mit unseren Partner angeregt. Es liegt zudem eine Anfrage der med. Uni Samara für eine Kooperation mit einer deutschen Uni vor. Auch dies ist aktuell kaum realisierbar. 

Stefan Heitmann berichtet über Möglichkeiten virtueller Kontakte und hat dazu erste Überlegungen angestellt. Für die Hinterlegung von Inhalten ist Skype eher begrenzt anwendbar, für Wissensvermittlung  und Artikel-Auswahl ist das System „Moodle“ sehr flexibel. Arzt-Arzt und Uni-Uni-Kontakte, Arzt-Patienten-Gespräche, Kurse und Vorlesungen wären damit möglich. 

Wegen der Inhalte wäre eine Zusammenarbeit mit entsprechenden Fachleuten auf verschiedenen Feldern der Medizin nötig. Hierzu fand auch bereits ein informelles Treffen in Ravensburg statt. Seitens des Koch- Metschnikow- Forums in Berlin, u. a. Prof. em. Dr. med. Hahn,  wurde Unterstützung zugesagt. Von dort wurde angeregt, das sehr gute onkologische Zentrum in Samara mit einzubeziehen. 

Die Versammlung befürwortet für die weitere Konkretisierung des Vorhabens das Zusammenwirken der anwesenden vier und zum Thema kompetenten Mitglieder:

Stefan Heitmann, Biberach

Artur Fischer, Karlsruhe

Dr. Aleksandra Sowa, Bonn

Thomas Köhler, Karlsruhe

Sie sollen eruieren, welche Möglichkeiten der Realisierung, Organisierung, Moderation, Betreuung der Projekte etc. für die WOG vorstellbar sind und welche Kosten, z. B. für den notwendigen Betrieb eines eigenen Servers, anfielen.

TOP 8 Anträge 

Es liegen keine Anträge vor.

TOP 9 Verschiedenes

Es soll überprüft werden, ob Mitgliederversammlungen, je nach weiterer Entwicklung der Pandemie, nicht auch virtuell durchgeführt werden könnten. Hierzu wäre eine Satzungs-Änderung erforderlich. Der Vorstand wird sich weiter damit befassen.

Jörg Tauss verweist nochmals auf die Homepage des Vereins wog-bawue.de , der jeweils auch aktuelle Termine und Infos zu den WOG- Projekten entnommen werden können.

Michael Hoffmann hat Angebote einer Vereins- Haftpflicht-Versicherung für WOG-Mitglieder eingeholt. Es wird beschlossen, eine Versicherung für 190 € pro Jahr abzuschließen.

Die Versammlung endet um 16.30 Uhr. 

H. Strohschein, Schriftführer

28.8.2020

Hier der Bericht zur Mitgliederversammlung 2019, die erneut in Laichingen stattfand :

Schriftlicher Bericht des Vorsitzenden zur WOG- Mitgliederversammlung am 23. 03. 2019 in Laichingen.

Die letzte Versammlung fand am 21. 4. 18 statt. Horst Strohschein hat damals ein Protokoll erstellt, das bei Bedarf verlesen werden kann.

Vorstandsarbeit: Die Zusammenarbeit im Vorstand ist gut und erfreulich. Auch aus Kostengründen arbeiten wir vor allem „online“. Die letzte „reale“ Sitzung im Februar diente der Vorbereitung dieser Versammlung, der Jahresplanung und dem Finanzplan 2019. Besonderer Dank gilt dabei natürlich erneut unserer Schatzmeisterin Rosl Gebhardt, die unsere Kasse vorbildlich führt. Der aktuelle Kontostand  lässt Spielraum für weitere Aktivitäten ohne „übermütig“ zu werden.

Auf folgende Schwerpunkte sei stichwortartig verwiesen:

Mitgliederentwicklung: Die Mitgliederentwicklung verlief negativ (1 Todesfall, 2 Austritte (umzugsbedingt) , 2 Eintritte, ca. 60 Mitglieder.
Krim: Dieses Kapitel war zwar durch Einstellung der Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft Karlsruhe „wegen Unschuld“ bereits 2017 erledigt (siehe auch Bericht zur Mitgliederversammlung 2018). Die Rolle der deutschen Botschaft in Moskau bleibt dubios. Unverändert interessieren aber die politischen Hintergründe und wir „quälen“ das Auswärtige Amt (AA) mit entsprechenden Anfragen.

Mirotworez: Dies gilt auch für die Liste der Staatsfeinde der Ukraine, auf der wir geführt sind. Wir verlangen unverändert vom AA Initiativen zur Löschung gegenüber der Ukraine. Trotz formaler Bekundungen ist hier noch nicht sehr viel geschehen. Wir konnten sogar die Manipulation eines Bundestagsprotokolls in diesem Zusammenhang aufdecken (Standort des Servers). Mirotworez ist auch Ausdruck der katastrophalen politischen Entwicklung in der Ukraine.

Düren: Die XV. Deutsch- Russische Städtepartnerschaftskonferenz findet vom 25. – 28. 6. in Düren und Aachen statt. Wir werden mit einem Infostand vertreten sein und eine AG Gesundheit für den BDWO vorbereiten. Aus Samara haben sich hierfür bereits unsere drei Ärztinnen (Dr. Galachowa, Dr. Kulikova, Prof’in Kaganowa) angemeldet.

Neswish: Mündl. Bericht Schwäbische Alb Laichingen, Joachim Claus
Oserany: Mündl. Bericht Schwäbische Alb, Sonnenbühl, Martin Plankenhorn
Mogilev/ Belarus: An der Klinik Nr. 1 und im Kinderheim/ Hospiz konnten wieder kleinere Investitionen realisiert werden. Unser Bus ist vielgenutzt im Betrieb. Die Hospitationen werden fortgeführt (siehe Bericht Alla Serjoshkina).

Samara/ Russland: In Samara konnten unsere Projekte fortgeführt werden. In der CLEFT- Anlaufstelle wurden wieder rund 450 Kinder behandelt. Die Mukoviszidose – Anlaufstelle läuft sehr gut. Rund 150 Betroffene werden betreut. Unsere Tagung zum Thema Ende letzten Jahres an der med. Uni war ein voller Erfolg. Diese Ausgaben werden unverändert im Wesentlichen aus dem Nachlass unseres verstorbenen Mitglieds Klaus Müller bestritten (siehe Kassenbericht). .

Daneben unterstützen wir Samara:de, eine Zeitung für Deutschlernende (Umlauf: Kopie des letzten Exemplars). Im Rahmen unseres Besuchs haben wir am Tag der Deutschen Einheit mit guter Resonanz der Schüler*innen auch Veranstaltungen an zwei Gymnasien mi einem „Deutschzug“ durchgeführt.
Hospitationen/ Tagungen: Das Thema Know how- Austausch gewinnt, unabhängig von der oben genannten Zusammenarbeit mit Bereich Hospiz, an Bedeutung.

Seit der letzten Mitgliederversammlung kamen zwei Ärzte von der Seredawin-Klinik nach Stuttgart. Im Bereich Pädiatrie/ Onkologie waren die Leiterin der Onkologie (Dr. Blattmann) für eine Woche in Samara. Für Anfang Oktober ist eine Fachtagung zum Thema Physiotherapie geplant. Hierzu wollen wir auch eine Fachkraft aus Mogilev einladen. Geplant ist ebenfalls der Aufenthalts eines Kinder- und Jugendurologen aus Mogilev in Samara. Es macht Sinn, unsere Projekte auch auf diese Weise zu vernetzen. Im Bereich CLEFT entstand so auch eine Zusammenarbeit von Samara mit Duschanbe in Tadschikistan.

Kinderkrebshilfe Georgien: Hier konnten wir mit eingegangenen Spenden und einer entsprechenden Aufstockung durch uns 4.100.— Euro überreichen (siehe auch „Kaukasische Post“ im Umlauf)

Allgemeines:
Ausstellung südliche Krim: Unsere Mitglieder Dr. Helgard Lörcher und Erich Katterfeld haben eine interessante Fotoausstellung zur südlichen Krim erstellt. Sie wurde jetzt auch in Heidelberg und Freiburg gezeigt. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung 2016 wird die Ausstellung auch von uns weiterhin gesponsert. Weitere Veranstaltungsorte in BaWü werden gesucht.

Einladungen an die WOG / Zivilgesellschaft: Es häufen sich Einladungen an uns, auch zu politischen Themen Stellung zu nehmen. Wir waren jeweils durch den Vorsitzenden vertreten. Im Rahmen der Möglichkeiten nehmen wir auch an den Veranstaltungen und Sitzungen unseres Bundesverbandes der West-Ost- Gesellschaften (BDWO) teil. Die Städtepartnerschaftskonferenz Belarus in Wittenberg wurde im November von uns besucht.

Datenschutzgrundverordnung: Der Vorstand hat unsere Datenschutzbestimmungen beschlossen. Formal wollen wir sie auf Rat unseres Anwalts heute hier auch durch die MV beschließen.
Anträge zur Versammlung liegen nicht vor.
Weitere Ergänzungen mündlich. Es gilt das berühmte gesprochene Wort… :))

Kraichtal, Laichingen 22. 03. 2019
Der Vorstand
Jörg Tauss

Hier noch der Zeitraum 2017/ 2018  (vorgelegt auf der Mitgliederversammlung am 21. April 2018 in Laichingen

1. Auseinandersetzung früherer Vorstand: Eines der unerfreulichsten Kapitel in der Geschichte der WOG Baden-Württemberg konnte in dieser Woche, zeitlich passend zu dieser Mitgliederversammlung, abgeschlossen werden. Nach mehreren Terminen vor dem Amtsgericht Waiblingen und dem Landgericht in Stuttgart zu eigenmächtigen Ausgaben ohne Vorstandsbeschlüsse und Finanzplanungen konnten die Auseinandersetzungen mit dem früheren Vorstand jetzt beendet werden. Es handelte sich nicht um Untreue aber schlicht um vereinsschädigendes Verhalten. Wir haben einen 100%-igen juristischen Erfolg erzielt und die ausstehende Restzahlung über den uns gerichtlich zugestandenen Schadensersatz wurde bereits an unsere Anwaltskanzlei geleistet. Damit ist eine über sechs Jahre (sic!) hinweg geführte zeit- und nervenraubende Auseinandersetzung endlich abgeschlossen.

2. Krim: Gleichfalls unerfreulich war die völlig unverständliche (Straf-)Anzeige gegen uns wegen der Krim – Reise 2016. Dieses Kapitel ist zwar durch Einstellung der Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft Karlsruhe „wegen Unschuld“ erledigt. Letzte Woche haben wir nach Akteneinsicht im Bundesministerium für Wirtschaft aber erfahren, dass entgegen unserer Vermutung nicht ukrainische Stellen den Stein ins Rollen brachten, sondern die deutsche Botschaft in Moskau. Dies lassen wir nicht auf sich beruhen und bringen ein Protestschreiben mit verschiedenen Fragen auf den Weg.

3. Vorstandsarbeit: Im Gegensatz zu den vorgenannten Punkten lief die inhaltliche Arbeit um so besser. Die Zusammenarbeit im Vorstand ist gut und erfreulich. Besonderer Dank gilt dabei unserer Schatzmeisterin Rosl Gebhardt, die unsere Kasse vorbildlich führt. Der aktuelle Kontostand lässt Spielraum für weitere Aktivitäten ohne aber „übermütig“ zu werden. Auf folgende Schwerpunkte sei stichwortartig verwiesen:

4. Samara/ Russland: In Samara konnten unsere Projekte fortgeführt werden. In der CLEFT- Anlaufstelle wurden wieder rund 450 Kinder behandelt. Die Mukoviszidose – Anlaufstelle ist auf den Weg gebracht. Dies war mit rund 160.000.— Euro in 2017 unsere bisher größte Einzelinvestition. Das Gesundheitsministerium der Region Samara beteiligte sich mit rund 30% an den Ausgaben. Zuletzt lieferten wir ein dringend benötigtes Bronchoskop im Wert von 22.000.— Euro. Diese Ausgaben werden unverändert im Wesentlichen aus dem Nachlass unseres verstorbenen Mitglieds Klaus Müller bestritten.

5. Mogilev/ Belarus: An der Klinik Nr. 1 und im Kinderheim konnten weitere kleinere Investitionen realisiert werden. Ein neuer Schwerpunkt ist das Kinderhospiz am Kinderheim. Dies wurde mit drei gegenseitigen Besuchen und Hospitationen bei uns im Kinderhospiz „Sterntaler“ Dudenhofen/ Pfalz und in Mogilev untermauert. Im Mai wird das Ganze in Mogilev „eingeweiht“. Wir werden dabei von den Eheleuten Oßfeld vertreten.

6. Hospitationen/ Tagungen: Das Thema Know how- Austausch gewinnt, unabhängig von der oben genannten Zusammenarbeit mit Bereich Hospiz, an Bedeutung. Seit der letzten Mitgliederversammlung kamen zwei Ärzte von der Seredawin-Klinik nach Stuttgart. Im Bereich Pädiatrie/ Onkologie werden die Leiterin der Onkologie in diesem Bereich vom Stuttgarter Olgäle und die Pflegeleiterin für eine Woche nach Samara reisen. Für Anfang Oktober ist dort ein größere deutsch-russische Fachkonferenz zum Thema Lunge/ Mukoviszidose geplant.

7. Einladungen an die WOG / Zivilgesellschaft/ Konferenzen: Es häufen sich Einladungen an uns, auch zu politischen Themen Stellung zu nehmen. In Berlin und Moskau fanden im November und im Februar Tagungen zum deutsch-russischen Verhältnis und den Möglichkeiten der Zivilgesellschaft statt, ihren Beitrag zum Abbau der Spannungen zu erbringen. Wir waren jeweils durch den Vorsitzenden vertreten. Es ergab sich dort auch Gelegenheit, Probleme unseres Mitgliedsvereins, der Freundschaftsgesellschaft Krasnodar- Karlsruhe, anzusprechen. Der Azubi/ und Studierendenaustausch wird überflüssig bürokratisch erschwert. Im Rahmen der Möglichkeiten nehmen wir auch an den Veranstaltungen und Sitzungen unseres Bundesverbandes der West-Ost-Gesellschaften (BDWO) teil. Die Städtepartnerschafts-konferenz Belarus in Wittenberg wurde von April auf November verschoben.

8. Ausstellung südliche Krim: Unsere Mitglieder Dr. Helgard Lörcher und Erich Katterfeld haben eine interessante Fotoausstellung zur südlichen Krim erstellt. Sie wurde jetzt erstmals auch im Ländle gezeigt. In Heidelberg gab es im Januar / März eine entsprechende Eröffnung, Abschlussveranstaltung und Diskussion. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung 2016 wird die Ausstellung auch von uns gesponsert. Weitere Veranstaltungsorte in BaWü werden gesucht.

9. Germanistik / samara.de: Die Zeitschrift der Deutschlernenden in Samara wird von uns weiterhin unterstützt. Für die vorletzte Ausgabe zur Städtepartnerschaft konnten wir auch Spenden der beiden Stuttgarter Bundestagsabgeordneten Kaufmann (CDU) und Vogt (SPD) akquirieren.

10. Kinderkrebshilfe Georgien: Hier gibt es ein Projekt unseres Mitglieds Rainer Kaufmann. Um nicht für jeden Anlass eigene Vereine gründen zu müssen, werden die Spenden hierfür über uns abgewickelt. Dies ist ein Service, den wir gerne erbringen können.

11. Regionale Gruppen: Über die vielfältigen Aktivitäten der regionalen Gruppen Schwäb.- Alb in Belarus für Oserany und Neswish wird separat berichtet.

12. Mitgliederentwicklung: Seit der letzten Mitgliederversammlung ergaben sich keine Veränderungen.

Weitere Ergänzungen erfolgen mündlich. Es gilt das berühmte gesprochene Wort… :)) Im Übrigen verweisen wir nochmals auf unsere Homepage wog-bawue.de . Auch mehr Kommentare etc. wären erwünscht, um unsere Seiten ein Stück weit auch zu einem Dialogforum werden zu lassen.

Kraichtal, Laichingen 21. 4. 2018  – Der Vorstand –

Allg. Bericht Vorstand / Vorlage Mitgliederversammlung am 21. 10. 2017

Allgemeine Entwicklung: Erfreulicherweise waren im Berichtszeitraum keine Sterbefälle in der Mitgliedschaft zu beklagen. Drei Mitglieder traten ein, zum Jahresende gibt es leider einen Austritt. Die Gesamtzahl der Mitglieder beträgt 60. Wünschenswert wäre der Beitritt weiterer Vereine und Einzelmitglieder, um auch strukturell die Einnahmen zu verbessern (Bericht der Schatzmeisterin separat). Alle Aktivitäten konnten wie geplant durchgeführt und finanziert werden. Im Einzelnen:

Vorstandssitzungen:

Im Berichtszeitraum fanden zwei ordentliche Vorstandssitzungen, daneben die Kassenprüfungen, statt. Der Vorstand kommuniziert per Mail und trifft sich, auch aus Kostengründen, „offline“ nur zu notwendigen „strategischen“ oder finanzwirksamen Beschlüssen. Die letzte Mitgliederversammlung fand zuvor am 10. 12. 2016 statt.

Ausblick auf wichtige Termine und Aktivitäten:

Oktober 2018 (in Vorbereitung). Angedacht ist eine größere medizinische (Fach-)Konferenz in Samara. Erste Gespräche fanden statt.

12.- 15. 04. 2018 10. Deutsch-Belarussische Städtepartnerschaftskonferenz in Berlin (Eröffnung im Deutschen Bundestag) und in Wittenberg.

07. – 09. 02. 2018 Konferenz Klinikum Stuttgart mit dem Leiter unserer CLEFT- Stelle Samara, Alexandr Seregin.

14. – 17. 01. 2018: Besuch des Leiters der Gesundheitsbehörde im Hospiz Dudenhofen (Pfalz), voraussichtlich im Februar 2018 Hospitation von zwei Pflegekräften.

01. 12. 2017 Deutsch-Belarussisches Treffen der Zivilgesellschaft in Berlin, Botschaft Belarus

04. 11. 2017 Treffen der Krim- Partnerschaftsstädte und Krim- Interessierten in Bruchsal

23. – 25. 10. 2017 Teilnahme „Konferenz kommunale Partnerschaften“ in Esslingen

21. 10. 2017, 14.00 Uhr: Mitgliederversammlung 2017 mit Neuwahlen

Rückblick auf wichtige Termine und Aktivitäten:

01. – 05. 10. 2017: Fachtagung „Mukoviszidose“ in Samara und feierliche Übergabe unserer Mukoviszidose – Anlaufstelle an der Kinderklinik Nr. 1.

27. 09.- 01. 10. 2017 Besuch Delegation aus Samara im Stuttgarter „Olgäle“. Fachgespräche und 175. Jubiläum der Klinik, die von der russischstämmigen württ. Königin Olga ins Leben gerufen wurde.

26. 09. 2017 Vernissage Rathaus Stuttgart: Fotoausstellung zu Aktiven und Projekten der Städtepartnerschaft Stuttgart – Samara.16. 09. 2017 Vorstandssitzung des Bundesverbands Deutscher West-Ost-Gesellschaften (BDWO) in Berlin.

28.- 30. 06. 17: Deutsch- Russische Städtepartnerschaftskonferenz in Krasnodar (Partnerstadt der Stadt Karlsruhe).

25. 05.2017 Übergabe unseres EKG- Geräts (1.500.— Euro) zur Untersuchung Neugeborener an der Klinik in Mogilew/ Belarus. Das Gerät haben wir zusammen mit unserem befreundeten Tschernobyl-Verein in Erftstadt finanziert und wurden zusammen mit gespendeten medizinischen Möbeln (Wert 16.000.— Euro) hingeliefert

13. 05. 2017:  Tag der offenen Tür (ganztägig) im Rathaus Stuttgart mit Vorstellung auch unserer Projekte im Rahmen der Städtepartnerschaft Stuttgart – Samara (Russland)

23.- 30. April 2017 Hospitation „Neonatologie“ in Stuttgart, Klinikum (Olgäle) mit zwei Ärztinnen bzw. einer Pflegekraft aus der Kinderklinik Nr. 1 in Samara.

30. März / 1. April Treffen der Zivilgesellschaft mit dem russischen Botschafter Grinin in Berlin (Russische Botschaft, Foto) und Jahresmitgliederversammlung unseres Bundesverbands BDWO, Berlin, Russisches Haus

07.- 12. März 2017 HNO- Kongress in Stuttgart (Klinikum) mit dem Leiter unserer CLEFT- Anlaufstelle, Dr. Seregin, und dem HNO- Chefarzt der Kinderklinik Nr. 1, Dr. Sliusarev, aus Samara.

02. Dezember 2016 Treffen deutsch-belarussischer Projekt- und Städtepartner in der Botschaft Belarus, Berlin. 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr.

18./19. November 2016 „20 Jahre Bundesverband der West-Ost-Gesellschaften (BDWO)“ und Verleihung des Jörg-Bohse-Preises in Wittenberg.

Sonstiges:

2016 / 2017: Förderung von zwei Ausgaben von Samara:de

Unterstützung einer Petition gegen den Russlandboykott an den Deutschen Bundestag

Über Aktivitäten der Mitgliedsvereine wird separat berichtet.

Angedachte Projekte 2018:

Fortführung der Projekte CLEFT und Mukoviszidose in Samara, Hospiz- Hospitation Leiter Gesundheitsbehörde Mogilew und zwei Pflegekräften (Frühjahr), Medizinische Konferenz Samara (siehe oben), Belarus / Russland/ Krim- Aktivitäten

wog-vorstand-bericht-2015-2016-mitgliederversammlung

Nachtrag zur Mitgliederversammlung: Wegen eines Todesfalls und krankheitsbedingter Verhinderung einer Kassenprüferin könnte für den Kassenzeitraum 2015 noch keine Entlastung des Vorstands beantragt werden. Bei einer abschließenden Kassenprüfung am 21.1. wurde der Abschluss und eine sehr korrekte Kassenführung auch für das Jahr 2015 bestätigt. Der formale Antrag auf Entlastung wird somit zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung gestellt werden.